Björn Hartmann

Wenn es nach dem Willen der CDU Leun geht, heißt der nächste Bürgermeister der Stadt Leun Björn Hartmann. Darauf haben sich sowohl der Vorstand der Leuner Union, als auch die Mitglieder der CDU-Fraktion im Stadtparlament jeweils einstimmig ausgesprochen. Dies geht aus einer Pressemeldung der Partei hervor. Die Entscheidung wurde bekannt gegeben, nachdem in der letzten Stadtverordnetensitzung der Termin der Bürgermeisterwahl festgelegt wurde und auch der Gemeindewahlleiter den Wahltag sowie die Aufforderung zur Einreichung von Wahlvorschlägen bekannt gegeben hat. Das letzte Wort haben nun die Mitglieder der Leuner Christdemokraten, die am Freitag, 30. Juni, 18 Uhr, im DGH „Grüne Au“ in Biskirchen zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zusammenkommen.

„Wir freuen uns, mit Björn Hartmann den idealen Bewerber für das Bürgermeisteramt der Stadt Leun präsentieren zu können“, bekräftigt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Andreas Höbel die Entscheidung der Parteigremien. Hartmann habe sich bereits mehr als zehn Jahre in vielfältigen politischen Ämtern als pragmatischer, entscheidungsfähiger Kommunalpolitiker ausweisen können. Als Fraktionsvorsitzender der CDU im Leuner Stadtparlament habe Hartmann in den letzten Monaten entscheidend mit dazu beigetragen, wesentliche politische Entscheidungen in der Stadt voranzutreiben. Dass er viel Zustimmung auch über die Parteigrenzen hinaus genieße, habe das überwältigende Votum der Stadtverordnetenversammlung gezeigt, mit dem der Vize-Vorsitzenden der Leuner CDU im Vorjahr auch zum stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher gewählt wurde. Zudem sei der Bürgermeisterkandidat als Ortsvorsteher Stockhausens und aktives Mitglied in vielen Vereinen in allen Stadtteilen bestens vernetzt. „Wo, wenn nicht im intensiven Austausch mit Bürgern und Vereinskollegen, erfährt man als Entscheidungsträger einer Kommune von den Sorgen und Nöten der Mitbürger“,bekräftigt Höbel abschließend die enge Verbundenheit Hartmanns mit seiner Heimatstadt.

Hartmann steht für Kontinuität und Nachhaltigkeit

Der erste Stadtrat Leuns, Ralf Schweitzer (CDU) hebt weitere Vorteile hervor, die Hartmann als Kandidat für das Amt mitbringe: „Mit seinen 37 Jahren garantiert Björn Hartmann endlich wieder Kontinuität und Nachhaltigkeit an der Spitze unserer Stadt. Während viele Nachbarkommunen seit Jahren in festen Strukturen zum Wohle ihrer Bürger arbeiten konnten, wurde in Leun mit jedem Bürgermeisterwechsel wieder alles ‚auf null‘ gesetzt. Das hat uns nicht nur im Wettbewerb der Kommunen geschadet, sondern auch manches Unternehmen von einer Ansiedlung abgehalten und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung verunsichert.“ Auch die mehr als zwanzigjährige Verwaltungserfahrung, die er nach seiner Ausbildung beim Wetzlarer Arbeitsamt gesammelt habe, käme der Stadt mit einem zukünftiger Bürgermeister Björn Hartmann zu Gute. „Als stellvertretender Teamleiter des Arbeitgeberservices der Agentur für Arbeit für die Standorte Dillenburg und Wetzlar kennt sich Björn Hartmann zudem bestens mit dem Personalgeschäft und der Mitarbeiterführung in einer Behörde aus“, führt Schweitzer einen weiteren Pluspunkt des CDU-Kandidaten auf.

„In den letzten Jahren ist vieles in der Stadt liegen geblieben, die kommunale Infrastruktur wurde abgebaut und Zukunftschancen leichtfertig vertan“, betont Bürgermeisterkandidat Hartmann. „Als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung kann man an dieser Stelle nur begrenzt eingreifen. Ich möchte Bürgermeister werden, um unsere Stadt gemeinsam mit den Bürgern und politischen Institutionen neu zu justieren. Die hohe Stimmenzahl, die ich persönlich in der letzten Kommunalwahl erhalten habe und die Tatsache, dass unsere Fraktion, deren Vorsitzender ich sein darf,
die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte, nehme ich als ausdrücklichen Auftrag mit, für dieses Amt zu kandidieren.“ Als drängendste Aufgaben bezeichnet der begeisterte Wintersportler die Erweiterung des finanziellen Handlungsspielraums, die Lösung der nun schon jahrelangen und immer teurer werdenden Hängepartie rund um das Thema „Hollergewann“, den Neubau des gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses und die völlig unbefriedigenden Ergebnisse der interkommunalen Zusammenarbeit. Hier müsse die Stadt Leun alternative Kooperationsformen oder neue Partner finden, von denen jeder profitieren könnte.

Zunächst aber haben die Leuner CDU-Mitglieder am 30. Juni das Wort.

Leuner Gewerbegebiet nimmt Schwung auf

In Vertretung des aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Leuner Bürgermeisters Joachim Heller führte CDU-Landtagsabgeordneter Hans-Jürgen Irmer ein Gespräch mit dem 1. Stadtrat Ralf Schweitzer, der in den letzten Jahren häufig zum Einsatz gekommen ist, um die Geschicke der Stadt, soweit es irgend geht, weiterzuführen. In dem Zusammenhang müsse man dem Land Hessen danken, so Irmer, das den 1. Kriminalhauptkommissar mit Dienstsitz in Limburg zum Teil für diese Aufgabe freigestellt habe. Ein Dank gelte aber auch Schweitzer, der immer wieder kurzfristig eingesprungen sei, wenn Not am Mann war. Leider, so Schweitzer, sei durch die Krankheit des Bürgermeisters bedingt das eine oder andere liegengeblieben.

So sei man jetzt mit Tempo dabei, den Neubau des Feuerwehrhauses für die Feuerwehren Stockhausen, Bissenberg und Biskirchen in die Tat umzusetzen. Man habe ein ambitioniertes Zeitfenster. Er gehe aber davon aus, dass spätestens im Herbst alle entsprechenden Beschlüsse vorhanden seien und Unterlagen eingereicht werden könnten. Vom Land erwarte man einen Zuschuss in der Größenordnung von rund 300.000 Euro, und aus dem freiwilligen Zusammenlegungsbeschluss der Wehren könne man mit ca. 30.000 bis 40.000 Euro an zusätzlichen Mitteln vom Land rechnen.

Erfreulich sei, dass das 50.000 Quadratmeter große Leuner Gewerbegebiet nunmehr durch entsprechendes Engagement von Stadtrat Koob Interessenten animiert habe, konkret nachzufragen. Bei 46 Euro pro Quadratmeter inklusive Erschließung und einer Top-Verkehrslage ein sehr günstiger Preis. Man hoffe, dass in diesem Jahr die eine oder andere Vertragsunterzeichnung stattfinden werde.

Schweitzer bedankte sich bei der CDU-Kreistagsfraktion für ihre Initiative, im Kreistag anzuregen, in der Turnhalle in Biskirchen eine mobile Trennwand zu installieren, damit die Hallenkapazität intensiver genutzt werden könne. Hier sei jetzt der Landkreis bezüglich der Antragstellung am Zuge. Man hoffe auf eine schnelle Umsetzung, nachdem das Land Irmer gegenüber signalisiert habe, einen Teil der geschätzten Kosten von rund 30.000 Euro zu übernehmen.

Erfreut zeigte sich Schweitzer darüber, dass der Haushalt der Stadt Leun, der ein Volumen von 12 Millionen Euro habe, in diesem Jahr ausgeglichen sei, möglicherweise sogar ein kleines Plus zu verzeichnen habe. Große Sprünge könne man nicht machen, aber im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten sei man mit der Entwicklung sehr zufrieden.

Hans-Jürgen Irmer, MdL