
Hermann Hofmann Gruppe
Das Projekt Pumpspeicherwerk Leun nimmt an Fahrt auf. Nachdem nun Ende Oktober mit der Übergabe der Antragsunterlagen an das Regierungspräsidium in Gießen ein wichtiger Meilenstein erreicht wurde, durfte die in Solms ansässige Hermann Hofmann Gruppe, die das nachhaltige Projekt plant und vorantreibt, nun auch zahlreiche Vertreter der Stadt Leun, darunter Bürgermeister Alexander Schneider sowie Stadtverordnete und auch Frank Steinraths, Abgeordneter des Hessischen Landtags zu einem gemeinsamen Austausch in ihrem Hause begrüßen. Ziel des Treffens war es, ein besseres Bild von dem in Leun geplanten Pumpspeicherwerk und dessen Planungsstatus zu erhalten sowie offene Fragestellungen zu klären.
Auf Bundesebene gibt es derzeit insgesamt 31 Pumpspeicherkraftwerke, wovon drei in Hessen beheimatet sind. Somit fungiert das Pumpspeicherwerk Leun als Leuchtturmprojekt für unsere Region Mittelhessen und die Stadt Leun, denn es dient zur Speicherung volatiler Energie und ist somit ein maßgeblicher Faktor zur Realisierung der regionalen Energiewende.
Das mittelständische Familienunternehmen, Hermann Hofmann Gruppe, befasst sich mit einem seit nunmehr zwölf Jahren andauernden Genehmigungsprozess und hält weiterhin eisern an der Vision ihres Gründers und Namensgebers fest. „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir mit dem Bau des Pumpspeicherwerks in Leun einen Mehrwert in unserer Region sowie auch für unsere Region schaffen können. Daher halten wir seit über einem Jahrzehnt an diesem Projekt fest!“ sagt Carmen Hofmann-Ekler, Geschäftsführerin der Hermann Hofmann Gruppe.
Der Landtagsabgeordnete Frank Steinraths hebt hervor, dass es „ein gutes Projekt sei, um Strom aus erneuerbaren Energien zu speichern, wenn diese produziert werden, um ihn dann abzurufen, wenn zu wenig Strom erzeugt wird. Das ist ein wichtiger Baustein für unsere Energieversorgung.“
Weiteren Rückenwind erhält die Hermann Hofmann Gruppe zudem von Alexander Schneider, Bürgermeister der Stadt Leun: „Ich bewundere die Entschlossenheit und das Durchhaltevermögen der Hermann Hofmann Gruppe, über die Jahre und die gewachsenen Anforderungen hinaus, an dem Projekt festzuhalten und es voranzutreiben. Das Pumpspeicherkraftwerk ist ein herausragendes Projekt und eine große Bereicherung für die Stadt Leun. Auch merkt man im Gespräch, dass es eine Herzensangelegenheit ist.“
Zu den technischen Daten des Projekts: das geplante Pumpspeicherwerk weist eine Speicherkapazität von 160.000 Kilowattstunden pro Tag auf. Das geplante Oberbecken bemisst sich auf eine Größe von 580.000 m³ und wird von einem 16m hohen Damm umschlossen. Wohingegen das Unterbecken mit 565.000 m³ und einem 6m hohen Damm etwas kleiner ist. Der Flächenbedarf beim Oberbecken entspricht 8,5 ha und beim Unterbecken 2,5 ha. Zudem beläuft sich der Trassenbedarf auf 2,3ha, bei dem die Druckrohre mit einer Nettofallhöhe von 159m zum Teil ober- und unterirdisch verlegt werden.
Die Projektleiterin der Hermann Hofmann Gruppe, Annemarie Pfeiffer, zeigt sich zuversichtlich. „Gemäß dem aktuellen Planungsstand rechnen wir nach erfolgreicher Planfeststellung mit einer Bauzeit von circa zwei Jahren.“
- In der Sitzung des Leuner Stadtparlaments am 16. Dezember 2024 stimmten die Stadtverordneten einstimmig für eine Resolution zum Pumpspeicherkraftwerk.
In der Sitzung des Leuner Stadtparlaments am 16. Dezember 2024 stimmten die Stadtverordneten einstimmig für eine Resolution zum Pumpspeicherkraftwerk. Darin brachten sie zum Ausdruck, dass das Pumpspeicherkraftwerk in Leun von den städtischen Gremien gewünscht wird, da man der Auffassung sei, dass für eine effektive Nutzung der erneuerbaren Energien eine Speichermöglichkeit notwendig ist und der notwendige Arten- und Umweltschutz bei diesem Projekt gewährleistet ist. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Leun brachte ihre breite Unterstützung für das Projekt zum Ausdruck und bat um eine zeitnahe Genehmigung.
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